PC-Netzteile gebraucht kaufen

Das Netzteil ist die Stromzentrale eines Computers oder Servers und dient der Versorgung der Hauptplatine sowie der daran angeschlossenen Hardware-Komponenten mit Spannung. Im Desktop-PC sowie im Server ist das Netzteil in der Regel im Gehäuse eingebaut. Bei Laptops und Mini-PCs handelt es sich um externe Netzteile.

Das Netzteil wird an das Stromnetz angeschlossen und transformiert die eingehenden 220V Wechselstromspannung in mehrere niedrigere Gleichstromspannungen. So werden über verschiedene Kabel 3,3V, 5V und 12V erzeugt und an die richtigen Stellen weitergeleitet.

Kabel-Management für Netzteile

Da im Laufe der Zeit immer mehr Hardware-Komponenten im Computer hinzugekommen sind, die ebenfalls mit Spannung versorgt werden müssen, entstand ein regelrechtes Kabelwirrwarr im Gehäuse. Daher verfügen moderne Netzteile über ein sogenanntes Kabel-Management. Der Vorteil dabei ist, dass nur so viele Kabel ans Netzteil angeschlossen sind, wie für die Spannungsversorgung aller Bauteile benötigt werden. Die restlichen Kabel können einfach weggelassen werden. Bei Bedarf kann man weitere Kabel anschließen.

Die Merkmale eines Netzteils

Zu den Qualitätsmerkmalen eines Netzteils gehören insbesondere ein niedriger Geräuschpegel, eine ausfall- und schwankungsfreie Stromversorgung sowie ein hoher Wirkungsgrad. Ebenso grundlegend sind die Nennleistung und die maximale Belastbarkeit. Die benötigte Nennleistung ist von den eingebauten Komponenten abhängig, wie der Hauptplatine (Motherboard), dem Computerprozessor (CPU), dem Grafikprozessor (GPU) sowie den Festplatten.

Der Lüfter

Damit es nicht zur Überhitzung kommt, ist an fast jedem Netzteil ein Lüfter integriert, der allerdings die Hauptgeräuschquelle bei Computern ausmacht. Es gibt jedoch auch hochwertige Netzteile, die wesentlich weniger Geräusche verursachen. Daher ist es ratsam auch bei Netzteilen auf die Qualität zu achten. Der Lüfter dient der Kühlung des Netzteils selbst sowie des Gehäuses.

Die Leistungsfähigkeit

Die Leistungsfähigkeit eines Netzteils wird in Watt angegeben. Während einfache Netzteile eine Leistungsfähigkeit von 300 bis 400 Watt besitzen, können starke Netzteile bis zu 1200 Watt erreichen. Je mehr Geräte an das Netzteil angeschlossen sind, desto höher ist der Spannungsbedarf. Gamer, die beispielsweise eine hochleistungsfähige Grafikkarte nutzen, brauchen ein leistungsfähigeres Netzteil, denn diese verbrauchen sehr viel Strom.

Eine höhere Leistung bedeutet jedoch nicht zwangsläufig einen höheren Stromverbrauch. Gerade hochwertige, starke Netzteile sind in der Lage den Stromverbrauch sehr gut zu regulieren. So wird beispielsweise kaum Strom verbraucht, wenn der Computer inaktiv ist und lediglich bei intensiver Nutzung kommt es zu einem höheren Verbrauch.

Der Wirkungsgrad

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Wirkungsgrad des Netzteils. Bei günstigeren und leistungsschwächeren Netzteilen geht bei der Transformation der Spannung wesentlich mehr Energie verloren, sodass sie einen geringen Wirkungsgrad besitzen. Hochwertige Netzteile haben hingegen einen hohen Wirkungsgrad, da bei der Transformation weniger Strom verloren geht, sodass sie insgesamt weniger Strom verbrauchen.

Welche Netzteil-Formate gibt es?

Moderne Netzteile werden heutzutage fast ausschließlich im ATX-Format (Advanced Technology Experience) hergestellt. Dabei handelt es sich um eine Norm, die ebenfalls für Mainboards, Gehäuse und Steckkarten von Microcomputern gilt. Das ATX-Format wurde 1996 von Intel eingeführt und ersetzte das bis dahin verwendete AT-Format. Während Netzteile im AT-Format P8 und P9 Steckbelegungen besaßen, besitzt das ATX-Format 20-Pin beziehungsweise 24-Pin Steckbelegungen.

Das BTX-Format sollte wiederum das ATX-Format ersetzten, konnte sich jedoch nur kurzzeitig durchsetzen. Weitere nennenswerte Netzteil-Formate sind CFX-, EPS-, SFX-, TFX- und LFX-Formate.